|
Geschichte
Das Museum „A Possen“, welches
sieben Gebäude - alle aus dem 17. und 18. Jahrhundert -
umfasst, liegt in Bech-Kleinmacher (Gemeinde Wellenstein) am
Rande der Luxemburger Mosel. Der Name „A Possen“, ist der im Dorf übliche Hausname,
stammt von der Familie Post, die hier im 18. und 19.
Jahrhundert wohnte.
1617 - Bau des Winzerhauses „Possenhaus“. Ein solches
Gebäude mit Keller und Privatbrunnen, konnte damals in
unserer Gegend nur durch eine eher wohlhabende Familie
erbaut werden. Das Haus blieb in Familienbesitz vom Bau bis
ins Jahr 1965. Die Besitzer waren alle Winzer, nur der
letzte war Schreiner.
1965 – Der Stifter, Dr. Prosper Kayser, kauft das Haus „Possen“. 1967 – In September jenen Jahres wurde das „Possenhaus“
ein erstes Mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, mit
einer Bilderausstellung der luxemburger Künstlerin Ger Maas.
1971 – Ein altes Nebengebäude, welches im Lauf der
letzten hundert Jahren in eine Scheune umgewandelt worden
war, wird dem Museum angegliedert.
1972 – Das Folklore- und Weinmuseum „A Possen“ wird
offiziell von den Ministern Madeleine Frieden und Marcel
Mart fürs Publikum geöffnet.
1972 – Gründung des Fördervereins „Amis du Possenhaus et
du Folklore Mosellan“. Diese Gesellschaft ohne Gewinnzweck
soll das Museum unterstützen und beleben. Die Gesellschaft
zählt heute über 350 Mitglieder.
1973 – Die Gemeinde Wellenstein kauft eine weitere
Scheune hinzu und erbaute dort die passende Unterkunft für
zwei prachtvolle, alte Kelter.
1977 – Das Haus „A Muedels“ wird durch die
Gründerfamilie Kayser gekauft. Hier wird die erste „Wäistuff“
(Weinstube) eröffnet.
1984 – Das Haus „An Uedems“ wird hinzugekauft. Hiermit
wurde das Museum um das Doppelte vergrössert. Die „Wäistuff“
wurde in dieses Hauses verlegt.
1993 – Der luxemburger Staat übernimmt die Gebäude des
Museums. Die Sammlungen die sich im Museum befinden, mit Ausnahme der
Spielzeugsammlung, werden Eigentum der Stiftung Possenhaus.
Diese übernimmt auch die Verwaltung des Museums. Die
Weinstube wird an die Winzergenossenschaft Vinsmoselle S.C.
vermietet.
1994 – Die Räume der „Wäistuff“ werden erneuert und für
Rollstuhlfahrer zugänglich gemacht.
1998 – Der Staat erwirbt zwei weitere Häuser, eines
davon ist das Stammhaus der Familie Wellenstein, gebaut um
1820.
2002 – Beginn des Umbaus durch die öffentliche Hand der
beiden Häuser die aus dem Besitz der Familie Wellenstein
stammen.
2004 – Die Weinstube wird an eine Privatperson vermietet.
2009 - Abschluss der Bauarbeiten. Die Wellensteinhäuser werden ausschließlich mit Spielzeug ausgestattet und verfügen über einen vermietbaren Konferenzraum. Nach dem
Umbau ist dieser Teil des Museums gänzlich zugänglich für
Rollstuhlfahrer. Ein Koordinator(in) wird mit der Verwaltung beauftragt.
2010 – Offizielle Eröffnung des Museums in Anwesenheit von Octavie Mosert und Erna Hennicot-Schoepges. Die Familie Lavallou übernimmt die Weinstube.
2011 - Aufstellung eines Animations-Programmes für Kinder und Erwachsene in Zusammenarbeit mit Museen in der Region.
2012 - Planung der zweiten Umbauphase. Nach deren
Abschluss wird das Museum über einen Raum für pädagogische Aktivitäten verfügen. Die Ausstellungsfläche wird über
1200 m² betragen, von denen 60 % Behindertengerecht sein werden.
|
 « Possenhaus »
1965 |